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Nachlässe


Im Institut befinden sich verschiedene Nachlässe von Wissenschaftlern (z.B. Prof. Dr. Bruno Schier, Dr. Eugen Bonomi), von aktiven und teilweise führenden Mitgliedern des "Bundes des Vertriebenen" und der Landsmannschaften (z.B. Georg Günther Hoffmann, Rita Karpstein) sowie von Vertriebenen oder Geflüchteten ohne eine solche Anbindung (z.B. Cäcilia Hadasch).

Die Nachlässe werden betreut von
Dr. Elisabeth Fendl (Nachlass Bruno Schier),
N.N. (Nachlässe Otto Klett und Johannes Niermann)
und Dr. Hans-Werner Retterath (alle anderen unten genannten Nachlässe).


Einzelangaben zu den jeweiligen Nachlässen

Prof. Dr. Bruno Schier (wissenschaftlicher Nachlass)

Der 1902 in Hohenelbe (Vrchlabí) im Riesengebirge geborene Bruno Schier war einer der bekanntesten „sudetendeutschen“ Volkskundler. Sein Berufsweg führte ihn nach dem Studium in München und Prag über Reichenberg (Liberec), Prag, Leipzig, Bratislava, Halle und Marburg nach Münster, wo er 1984 starb. Bekannt wurde er vor allem durch Untersuchungen zum Hausbau in Mittelosteuropa sowie durch seine umfassenderen „Kulturraumforschungen“. Einen Teil seines Nachlasses erhielt das Institut Mitte der 1980er Jahre.

Der nunmehr fast vollständig inventarisierte Teilnachlass enthält rund 4.000 Einzeldokumente. Er umfasst knapp 500 Manuskripte von Monographien, Aufsätzen, Rezensionen und Vorlesungen, etwa 1.000 Fotos, Dias und Postkarten (meist mit Aufnahmen zum Hausbau) sowie eine rund 1.000 Titel umfassende Sonderdrucksammlung. Außerdem beinhaltet er etwa 350 an Schier sowie mehr als 100 von Schier geschriebene Briefe und Postkarten. Des Weiteren finden sich fast 900 Dokumente verschiedener Art in dem Nachlass, insbesondere aus Schiers Berufsleben (Lebensläufe, Publikationslisten, Gutachten, Protokolle etc.).

Dr. Eugen Bonomi

(Orºova/Rumänien 1908 – Schorndorf 1979)
vertriebener ungarndeutscher Gymnasiallehrer, viele Veröffentlichungen über das Ofner Bergland, in der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn aktiv.
Material: Briefe, Fotos, Tonkassetten, Sonderdrucke, Sammlungen (u.a. zur Wallfahrt nach Maria Zell)

Cäcilie Hadasch, geb. Galwas

(Kattowitz 1917 – Bad Neuenahr-Ahrweiler 1989)
vertriebene Oberschlesierin, Verwaltungsangestellte
Material: persönliche Dokumente, mehrere Fotoalben

Georg Günther Hoffmann

(Krehlau/Schlesien 1918 – Staufen 2004)
vertriebener Oberschlesier (Heimatstadt Liegnitz und Hirschberg), langjähriger Vorsitzender der BdV-Kreisgruppe Freiburg-Land, Zollbeamter
Material: privater und BdV-Schriftverkehr

Rita Karpstein

(Senftleben/Kuhländchen 1922 – Freiburg i.Br. 2014)
vertriebene Sudetendeutsche, starke Bindungen an die Kath. Kirche, lange aktiv im Vorstand der Ortsgruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft
Material: privater und landsmannschaftlicher Schriftverkehr, religiöse "graue" Literatur, Postkarten, Plakettensammlung des Sudetendeutschen Tages und Tages der Heimat, Gemälde (Herz-Jesu, Marienkapelle am Heidebrünnel, Kirche Sandhübel)

Otto Klett

(Kobadin/Rumänien 1910 – Gerlingen 1976)
Oberschullehrer, langjähriger Vorsitzender der Landsmannschaft der Dobrudschadeutschen, Herausgeber und Redakteur des Jahrbuches der Dobrudschadeutschen (22 Bände). Der Nachlass resultuiert größtenteils aus seinen Tätigkeiten als Volkstumarbeiter und Herausgeber.
Material: Schriftverkehr, Literatur, Fotos, eigene und fremde Dokumente, Varia.

Rainer Krieglstein

(Weitentrebentitsch/Krs. Podersam 1921 – Freiburg i.Br. 1985)
vertriebener sudetendeutscher Dichter, der engen Kontakt mit Frau –> Rita Karpstein pflegte. Durch sie kam der Nachlass ins Institut.
Material: Schriftverkehr, Literatur, persönliche Dokumente

Emil Maenner

(Freiburg i.Br. 1888 – Saig/Lenzkirch 1964)
badischer Gymnasiallehrer, der sich ab den 1920er Jahren publizistisch stark mit den Donauschwaben beschäftigt hat; Vorsitzender des Landesverbandes Baden des „Vereins für das Deutschtum im Ausland“ bis 1933
Material: Schriftverkehr, Arbeiten zu den Donauschwaben

Prof. Dr. Johannes Niermann

(Dörpen/Emsland 1940 – Kluse 1998)
Durch den familiären Bezug seiner Ehefrau Dr. Monika Niermann zur Dobrudscha angeregt, erforschte Johannes Niermann (Professor für Vergleichende Pädagogik, Universität Köln) mithilfe umfangreicher Befragungsstudien von 1991 bis 1995 die Bräuche und Kultur der Dobrudschadeutschen. Bei seinen Forschungen konnte Niermann auch auf die Sammlungen von Otto Klett zurückgreifen, die zusammen mit dem Niermann-Nachlass ins Institut gelangten. Zudem hat Johannes Niermann an der Herausgabe einer kommentierten Bibliografie der Dobrudschadeutschen gearbeitet, die Monika Niermann postum herausgegeben hat.
Material: Schrift- und Tondokumente aus dem Forschungsprojekt, Materialien zur Bibliografie der Dobrudschadeutschen

Anton Reppmann

(Vaskut/Ungarn 1926 – Schwäbisch-Gmünd 1981)
ungarndeutscher Vertriebener; ab 1949 führende Person in der ungarndeutschen Landsmannschaft im Raum Schwäbisch-Gmünd; beruflich in der Vertriebeneneingliederung tätig; Verfasser der Heimatbücher von Vaskut und Kolut.
Material: 20 Aktenordner (genealogische Daten, Manuskripte zu den Heimatbüchern über Vaskut und Kolut, Jakob Bleyer, volksdeutsche Organisationen der Zwischenkriegszeit, Ausrisse volksdeutscher Periodika usw.), Filme, ein studentisches Meldebuch (1899 – 1903), ein Wanderbuch (1823-1832) und zahlreiche andere gedruckte und handschriftliche Materialien

Margarete Staude

(Liegnitz 1921 – Freiburg 2011)
oberschlesische Vertriebene, Umfeld der LM Schlesien, Apothekerin
Material: Fotoalben, Postkarten, Kirchenführer u.ä., Varia

Alfons Steffen

(Elbing/Polen 1924)
kfm. Ausbildung, seit 1946 im sozial-caritativen Bereich (Deutscher Caritas-Verband) tätig, lange führend in der Leitung des Freiburger Ermland-Kreises (1999 abgegeben)
Material: Bücher und Broschüren, Faltblätter, Varia, Urkunden

Anton Zauner

(Deutsch-Mokra/Karpaten-Ukraine 1908 – Filderstadt 2009)
Schuhmachermeister, kam schon 1939 ins Deutsche Reich, nach 1945 Organisator von Heimattreffen, Mitbegründer des "Theresientaler Heimatbundes" und Initiator des Heimatmuseums in Gaildorf (Schloss)
Material: kopierte landsmannschaftliche Schriften, Schriftverkehr


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