Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
 
Quartalsbild 3/2018

Melonenernte

Neben dem Anbau von Getreide und dem Weinbau wurden in der Dobrudscha auch Melonen kultiviert. In der Dobrudscha und in Bessarabien ist die Wassermelone auch bekannt unter dem Begriff Arbuse bzw. Harbuse. Hier zu sehen ist eine Familie aus dem deutschen Dorf Horoslar in ihrem Bos(ch)tan – dem Melonengarten.

Gerlinde Stiller-Leyer, gebürtig aus Sofular in der Dobrudscha, veröffentlichte in ihrem Buch „Die Küche der dobrudschadeutschen Bäuerin 1840–1940“ Rezepte und Informationen über die Aufgaben der Bäuerinnen, die ihr von dobrudschadeutschen Frauen überliefert wurden. Darin findet sich beispielsweise auch ein Rezept einer Frau aus Fachria zur Herstellung eines „Harbusensyrups“ mit der Anmerkung: „Nur reife Harbusen (Wassermelonen) wurden hierzu verwendet. Ich schicke folgendes voraus: Mein Großvater, Michael Leyer, hatte im Sofularer Krautgarten – Boschtan – eine Sorte sehr großer, ovaler Harbusen, die speziell zum ‚Harbusen-Syrup-Kochen‘ verwendet wurden.“

(Quelle: Stiller-Leyer, Irmgard Gerlinde (Hg.): Die Küche der dobrudschadeutschen Bäuerin 1840–1940, Heilbronn [ca. 1980],
S. 239, Karlsbad 1932.)

Bildarchiv: Teresa Volk
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