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Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde e.V.

 



Zur Zeit befindet sich der Geschäftssitz der Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde im Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE).

Kurzvorstellung der Kommission

Die Kommission erforscht seit Jahrzehnten die Kultur und Geschichte der Deutschen in und aus dem östlichen Europa. Im Mittelpunkt des Interesses stehen interethnische Phänomene der Volkskultur unter verschiedenen Aspekten. Seit der politischen Wende hat sich der Blick auf die osteuropäischen Länder und auf die „Brückenethnie“ der dort lebenden Deutschen verändert. Die unterschiedlichen Forschungsperspektiven richten sich heute auf Fragen der EU-Osterweiterung und auf das Zusammenwachsen des europäischen Kulturraums.

Die Kommission bietet finanzielle Förderungsmöglichkeiten für die Veröffentlichungen von Studien, die in ihrem Arbeitsbereich liegen: Dieser umfasst neben dem engeren Arbeitsgebiet (Deutsche in und aus dem östlichen Europa) auch volkskundliche Forschungen, die sich mit interethnischen und interkulturellen Phänomenen in Osteuropa befassen.


Nehmen Sie gegebenenfalls Kontakt auf mit:
Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde c/o Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa,
Goethestr. 63, 79100 Freiburg, Tel.: 0761/70443-21 oder E-Mail: Tilman.Kasten@ivde.bwl.de


Veranstaltungen

 

Die nächste Tagung der Kommission findet vom 14. bis 16. September 2016 auf der Burg Ludwigstein/Witzenhausen statt und wird ausgerichtet in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Jugendbewegung. Die Tagung widmet sich dem Thema:

Bewegte Jugend im östlichen Europa. Volkskundliche Perspektiven auf unterschiedliche Ausprägungen der Jugendbewegung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert
Historiker, Sozialwissenschaftler und Ethnologen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten vielfach mit dem Thema „Jugendbewegung“ beschäftigt. Dabei standen häufig Fragen nach alternativen Lebens- und Gesellschaftsentwürfen, nach Protest- oder Gegenkulturen, nach Konformität, Resistenz und Widerstand unter autoritären Bedingungen im Mittelpunkt der Untersuchungen. Auch die Geschlechterrollen innerhalb der Jugendbewegung – von gleichberechtigten Gruppen über reine Mädchen- und Frauenorganisationen bis hin zu ausschließlich maskulinen „Männerbünden“ – sind in der Vergangenheit thematisiert worden.

 Die von der Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde in Kooperation mit dem Archiv der deutschen Jugendbewegung organisierte Tagung soll, mit einem geographischen Fokus auf das östliche Europa, den Blick erweitern und den Untersuchungszeitraum bis an die Gegenwart heranführen. Dies ermöglicht noch stärker als bisher vergleichende Studien sowie die Berücksichtigung einer „longue durée“, sofern diese sich anbietet. Mögliche Fragestellungen könnten lauten:
-    Welche Rolle spielten Jugendverbände bei der sozialen und politischen Mobilisierung deutscher Minderheiten im östlichen Europa in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, während der NS-Zeit – und erneut nach 1989/90?
-    In welchem Spannungsverhältnis stehen dabei selbstorganisierte Formen von Jugendkultur, wie sie sich etwa unter dem wachsenden Einfluss der Popularkultur (Swing, Beat etc. als Lebensstile) herausgebildet haben, und staatliche Zugriffsversuche respektive Instrumentalisierungsversuche von Jugend (nicht nur) in totalitären Staaten.
-    Welche organisatorischen, politisch-ideologischen und alltagskulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich zwischen Gruppen der deutschen Jugendbewegungen und Organisationen der andersethnischen Nachbarn im östlichen Europa feststellen? Existieren entsprechende Unterschiede auch zwischen reichs-, bundes- oder ostdeutschen Verbänden auf der einen und deutschen Verbänden im östlichen Europa auf der anderen Seite?
-    Auf welche Weise dienten Jugendverbände unterschiedlicher Couleur als „Transmissionsriemen“ für den Wandel von Wert- und Normvorstellungen, Lebensweisen und Lebensentwürfen im Zuge der „Modernisierung“?
-    Wie lassen sich die Haltungen totalitärer Regime – faschistischer während der Zwischenkriegszeit und des Zweiten Weltkriegs, sozialistischer/kommunistischer nach 1945 – in Bezug auf die Aktivitäten der Jugendbewegung vergleichen? Welche Bedeutung hatten im Alltag dieser Regime „offizielle“ Jugendorganisationen?
-    Welche Rolle spielen unterschiedliche Jugendverbände heute in den Ländern des östlichen Europa sowie transnationale Verbände oder Mittlerinstanzen und wie werden sie wahrgenommen und bewertet? Welche Rolle kommt dabei dem Austausch zu, welche der veränderten Kommunikation durch Internet etc.?

Die Beiträge sollen im Anschluss an die Tagung veröffentlicht werden.

Weitere Infos:
Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde
c/o. Institut für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE)
Goethestr. 63, 79100 Freiburg, z. H. Tilman Kasten, Tilman.Kasten@ivde.bwl.de


Publikationen:

Die wichtigsten Forschungsergebnisse der Kommissionsarbeit werden in zwei Buchreihen publiziert:

1. Jahrbuch für deutsche und osteuropäische Volkskunde

bisher erschienen: 57 Bände (mit 3 Registern: für die Bände 1-18 (1976), für die Bände 19-30 (1988) und für die Bände 31-44 (2002))

. Preis: 32,00 €

 

Die Bände des Jahrbuchs sind im Handel oder direkt

a) bis Band 50 über den N.G. Elwert-Verlag (www.elwert.de)

b) ab Band 51 über den Waxmann-Verlag (www.waxmann.com) zu erwerben.


2. Schriftenreihe der Kommission
mit bis jetzt 96 Bänden.


Bd. 96: Kristina Kaiserová / Miroslav Kun¹tát (Hg.): Die Suche nach dem Zentrum. Wissenschaftliche Institute und Bildungseinrichtungen der Deutschen in Böhmen (1800-1945), Münster: Waxmann 2014, Schriftenreihe der Kommission für deutsche und osteuropäische Volkskunde, 504 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-8309-3202-4 Preis: 42,90 Eur

Inhalt

Im Zentrum des Sammelbandes steht die Geschichte der deutschen Bildungs- und Wissenschaftsinstitutionen in Böhmen zwischen dem Beginn des 19. und der Mitte des 20. Jahrhunderts. Während Prag auch unter schwierigen Umständen das Zentrum der deutschen Wissenschaft in Böhmen war, versuchten auch andere Städte sich zu profilieren. Die damit verbundenen Raumkonstruktionen von Peripherie und Zentrum sowie die entsprechenden nationalen, ethnischen oder konfessionellen Kodierungen des Raums sind Gegenstand der Studien. Im Fokus der Analysen stehen unterschiedliche, oftmals nur wenig erforschte Beispiele wie etwa die Geschichte der Volkskunde in Böhmen, die Umzugspläne für die Prager Deutsche Universität, das Schul- und Volksbildungswesen, Ausstellungen und Bibliotheken wie auch die Konkurrenz zwischen Reichenberg/Liberec, Aussig/Ústí nad Labem und Eger/Cheb bei der Suche nach einem Zentrum „deutscher“ Kultur und Wissenschaft neben der Metropole Prag.

Bei der Publikation handelt es sich um die deutsche Übersetzung eines 2011 in tschechischer Sprache erschienenen Sammelbandes, herausgegeben von Kristina Kaiserová (Leiterin des Instituts für slawisch-germanische Forschung an der Jan-Evangelista-Purkyne-Universität in Aussig) und Miroslav Kun¹tát (Mitarbeiter am Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik).

Mit Beiträgen von
Elisabeth Fendl, Václav Houfek, Milena Josefovièová, Kristina Kaiserová, Miroslav Kun¹tát, Petr Lozoviuk, Marie Macková, Miloslava Melanová, Alena Mí¹ková, Tomá¹ Okurka

 

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Herausgegeben mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds
Kniha vychází za podpory Èesko-nìmeckého fondu budoucnosti


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Gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages



Zuletzt erschienen in der Reihe:

Bd. 95: Veronika Shumska: "Gott hat die Fremden lieb". Zur Rolle der Frömmigkeitsvermittlung bei Zuwanderern aus der Sowjetunion und Nachfolgestaaten am Beispiel zweier religiöser Gemeinden in Freiburg, Münster: Waxmann 2012. ISBN: 978-3-8309-2754-9 . Preis: 29,90 Eur.

 

 

Bd. 94: Sarah Scholl-Schneider: Mittler zwischen Kulturen. Biographische Erfahrungen tschechischer Remigranten nach 1989, Münster: Waxmann 2011. ISBN: 978-3-8309-2574-3 . Preis: 29,90 Eur.

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Bd. 93: Raimund Paleczek: Die Modernisierung des Großgrundbesitzes des Fürsten Johann Adolf II. zu Schwarzenberg. Beispiel einer deutsch-tschechischen Symbiose in Südböhmen im Neoabsolutismus 1848 - 1860, Marburg: N.G. Elwert 2008.
ISBN: 3-7708-1326-1. Preis: 29,90 Eur.

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Bd. 92: Nadine Bartels: Symbol misslungener Integration? Zur ethnischen Kolonie russlanddeutscher Migrantinnen und Migranten in Lahr, Marburg: N.G. Elwert 2007.
ISBN: 3-7708-1316-2 . Preis: 19,90 Eur.

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Bd. 91: Elisabeth Fendl: Aufbaugeschichten. Eine Biographie der Vertriebenengemeinde Neutraubling. Marburg: N.G. Elwert 2006.
ISBN: 3-7708-1299-8. Preis: 24,90 Eur.

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Bd. 90: Olga Kourilo: Die lutherische Gemeinde der Russlanddeutschen zwischen Tradition und Modernität. Vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, Marburg: N.G Elwert 2005.
ISBN: 3-7708-1281-6 . Preis: 19 Eur.

Bd. 89: Dietmar Sauermann: „Fern doch treu“. Lebenserinnerungen als Quellen zur Vertreibung und ihrer kulturellen Bewältigung, am Beispiel der Grafschaft Glatz, Marburg: N.G Elwert 2004.
ISBN: 3-7708-1269-7 . Preis: 28 Eur.

Bd. 88: Ulrike Frede: „Unvergessene Heimat“ Schlesien. Eine exemplarische Untersuchung des ostdeutschen Heimatbuches als Medium und Quelle spezifischer Erinnerungskultur,
Marburg: N.G Elwert 2004. ISBN: 3-7708-1268-9 . Preis: 26 Eur.

 

Die Bände der Schriftenreihe sind im Handel oder bis Band 93 direkt durch den N.G. Elwert-Verlag zu erwerben. www.elwert.de






 


 

 

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